Wird der Goldpreis manipuliert?

Wird der Goldpreis manipuliert?

GoldManipulation oder Betrug? Die Nachrichten in den unterschiedlichsten Medien überschlagen sich zurzeit, wenn es um eine angebliche Manipulation des Goldpreises geht.

Bisher unterlag der Goldpreis einer „goldenen“ Regel:

Wenn irgendwo auf dieser Welt, ob in Indochina, Südostasien oder Lateinamerika, eine Krise eskalierte und für Unsicherheit an den Märkten sorgte, schoss der Goldpreis regelmäßig nach oben. Gold war die klassische Krisenwährung, kaum zu erschüttern. Auch weit reichende Aktiencrashs oder weltweit platzende Immobilienblasen hat der Goldpreis immer mit Gewinn überstanden.

Nach dieser alten Erkenntnis der Finanzbranche müsste derzeit eigentlich der Teufel am Goldmarkt los sein, denn schließlich brodeln in Israel, in der Ukraine und im Irak gefährliche Konflikte. Nach der bisherigen Logik müssten sich Anleger und Investoren angesichts dieser Lage mit dem Edelmetall bevorraten, der Goldpreis analog dazu in die Höhe schnellen. Doch nicht von der sonst üblichen Steigerung des Goldpreises passiert. Im Gegenteil…

Weil Gold und andere Edelmetalle in der Geschichte der Menschheit immer wertvoll waren, schwören Millionen Anleger weltweit immer noch auf Edelmetall wie Gold, Silber oder Platin. Der Kauf von Goldbarren jeder Größe ist nach wie vor bei Anlegern ein Ritual, welches nicht nur Papiergeld abfließen lässt, sondern in eine gewisse Pseudosicherheit investiert.

Doch aktuell erfüllt Gold seine Rolle als Krisenwährung nicht. Dass der Goldpreis nach unten manipuliert wird, steht für viele Volkswirte und Börsenexperten fest. Der Rückgang in den vergangenen drei Jahren beim Goldpreis ist ohne Zweifel erstaunlich und scheint für die Notenbanken ein opportunes Mittel geworden zu sein.

Ist Gold nur noch eine Wette auf die Angst?
Erfahrene Analysten raten ihren Gold-Kunden zur Vorsicht: Wenn die Ängste an den Märkten nachlassen, wird der Goldpreis das Gleiche tun.

Wegen Manipulation des Goldpreises musste die britische Barclays Bank als erste Großbank im Mai 2014 eine horrende Strafe zahlen. Das Bußgeld für mangelhafte interne Kontrollen belaufe sich auf umgerechnet über 30 Millionen Euro, teilte die nationale Finanzaufsicht FCA am Freitag mit. Damit wurden Verfehlungen Barclays von 2004 bis 2013 geahndet. Eine Geldstrafe sowie ein Berufsverbot für Daniel James Plunkett, dem Trader, dem die Manipulation nachgewiesen wurde, ist ebenfalls anhängig.

Dimitri Speck, der Goldexperte und Autor des Bestsellers „Geheime Goldpolitik“, in dem der Zusammenhang zwischen Finanzmarktkrisen und der Goldpreisentwicklung anschaulich dargestellt wird, wird zum Thema „Das geheime Wissen der Goldanleger“ am 04.10.2014 auf dem Kopp-Kongress in der Filderhalle in Leinfelden bei Stuttgart referieren.

Specks Börsenbrief „Sicheres Geld“ zählt zu den größten in Deutschland. Speck hatte bereits im Jahre 2001 statistische Anomalien bei der Goldpreisbildung entdeckt, die nachweisbar auf manipulative Markteingriffe zurückzuführen waren.